Alles riesig

Mittwoch, 13.09.2017

Hallo zusammen und Nimen hao aus Shanghai!

Als erstes vielen Dank für eure Kommentare zum letzten Eintrag es ist immer schön Feedback zu bekommen und zu merken das das hier auch jemand liest ;)

Hier also der Bericht zu den letzten Tagen:

Samstag - Tag 4

Heute bin ich zu einem Einkaufszentrum gefahren. Eins der größten in Shanghai. Wobei eins trifft es eigentlich nicht es sind vielmehr fünf, die man alle von einem "sunken square" also einem zentralen Platz aus erreicht. Jedes einzelne ist dabei um einiges größer als die meisten in Deutschland. Drinnen reiht sich ein Marken Laden an den nächsten.

sunken square

Sherduck findet neue Freunde

Eine Fassade schicker und ausgefallener als die nächste

 

Sonntag - Tag 5

Heute war ich in der Internationalen Gemeinde eine von wenigen autorisierten Kirchen. Allerdings bekommen sie ihre Lizenz nur unter der Voraussetzung, dass nur Ausländer hin gehen, weshalb man am Eingang seinen Perso vorzeigen muss. Der Gottesdienst findet in einem fünf Sterne Hotel statt was zu nächst etwas einschüchternd und gehoben wirkt, die Leute entpuppen sich jedoch als super nett und heißen mich herzlich willkommen. Einige von ihnen laden mich direkt zum Mittagessen ein und ich verbringe fast den ganzen Nachmittag mit ihnen.

Montag - Tag 6

Heute war der Tag an dem man sich offiziell registrieren sollte. Ich habe mich gefühlt letzte Woche schon registriert gehe aber zur Sicherheit nochmal zum international office. Dort werde ich wieder zurück zum College of civil engineering geschickt, wo meine Daten kontrolliert werden und mir gesagt wird das alle OK ist. Ich bekomme meine Matrikelnummer und werde losgeschickt erst meinen Studentenausweis abzuholen und anschließend nochmal zum international office zu gehen. Also mache ich das. Den Studentenausweis bekommt man am Automaten und der kann genau wie in Braunschweig zum Bezahlen in der Mensa und auch in anderen Geschäften auf dem Campus genutzt werden. Anschließend gehe ich wie gewünscht zurück zum international office wo ich alle damit verwirre das niemand (mich eingeschlossen) weiß was ich da eigentlich soll. Schließlich rufen sie im Colleg an und die Frau erklärt mir telefonisch das sie mich eigentlich nur hingeschickt hatte damit ich mir unten in der Lobby eine von den Willkomenstüten abhole. Diese besteht aus einem sehr hochwertig wirkenden Stoffbeutel, der sogar eine Innentasche hat und verschiedenen Informationen inklusive einem Uniguide auf Englisch.

Dienstag - Tag 7

Morgens gehe ich als erstes meinen Studentenausweis aufladen. Dafür muss man ein Formular ausfüllen welches nur auf Chinesisch ist. Aber dank meiner Übersetzungsapp und der Tatsache das nur grundlegende Sachen wie Name und Matrikelnr. abgefragt werden schaffe ich auch das.

Anschließend fahre ich zum Sightseeing ins Zentrum. Hier reiht sich ein Hochhaus ans nächste und ein kleiner Laden an den anderen. Es ist sonnig was zu schönen Bildern führt das Ganze aber auch anstrengend macht. Zurück geht es wie üblich mit der Metro, wobei ich leider genau die Rushhour erwische. Und ja dann ist es genauso voll wie in den Bildern die man immer sieht. Abgesehen von den vielen Menschen bin ich aber ein großer Fan der Metro. Alle ist super ausgeschildert (auch auf Englisch) und in den meisten Bahnen gibt es Anzeigen die mit grünen und roten Lichtern anzeigen an welcher Station man gerade ist und auf welcher Seite die Türen aufgehen werden. Das Metro fahren kostet noch dazu unglaublich wenig, das höchste was ich bisher zahlen musste waren 5 yuan (ca. 60 Cent) für eine Strecke. Am Eingang jeder Station muss man durch einen Sicherheitscheck ähnlich wie am Flughafen, was mit viel Gepäck etwas nervt einem aber auch ein Gefühl von Sicherheit gibt.

Seit heute habe ich auch mein eigenes Wlan und muss nicht mehr zu Starbucks gehen um euch zu berichten.

Perücken scheinen in Mode zu sein von diesen Läden gibt es hier viele

yuyuan gardens

Überall...

Die Ampeln zählen runter wie lange man noch grün hat

Der Bund

Skyline

Hier möchte ich mein Baustellenpraktikum nicht machen

Noch ne schicke Mall diesmal mit gewundenen Rolltreppen

Peoples Park

Falls man mal ausnahmsweise nicht schon vor einem steht

Alt vs neu

Peoples Square

Trompete spielen verboten?

Alles neu

Freitag, 08.09.2017

  Hallo und Nimen hao aus Shanghai!

Ich sitze mal wieder bei Starbucks, vermutlich meinem Lieblingsort in den ersten Tagen hier. Es gibt eine Klimaanlage, kostenloses Wlan, es ist angnehm ruhig und die Getränke heißen und schmecken wie in Deutschland. Dafür kosten sie leider auch genauso viel.

Wie ist es mir in den ersten Tagen ergangen? Fangen wir am Anfang an.

Der Flug ging erstaunlich schnell rum und war angenehmer als gedacht. Als ich in Shanghai aussteige bemerke ich als erstes die Luft. Heiß, feucht und irgendwie klebrig. Beim Anstehen für die Passkontrolle treffe ich ein paar andere deutsche Studenten die aber alle an anderen Unis bzw dem anderen Campus studieren. Beladen mit meinem Gepäck geht es zuerst mit der Magnetschwebebahn und dann mit der U-Bahn auf zur Uni. Leider geht auf halbem Weg die Zugstange meines Trolleys kaputt was das Ganze noch anstrengender macht. Da der Geldautomat am Flughafen nicht genug Geld ausgegeben hat versuche ich in der Bank gegenüber der Uni das restliche Geld für meine Miete zu bekommen. Ich bekomme kein Geld, schaffe es dafür aber mit meinem ganzen Zeug die Drehtür zu blockieren. In der Hoffnung das das Wohnheim meine Kreditkarte nimmt ziehe ich weiter. Auf dem Campus bietet mir ein netter Student an mir mit meinem Koffer zu helfen und zeigt mir den Weg zum Wohnheim. Dort wollen sie meine Kreditkarte nicht nehmen aber das Geld das ich habe als Anzahlung und lassen mich einziehen unter der Voraussetzung das ich innerhalb der nächsten drei Tage den Rest zahle und auch dann erst meine Aufenthaltsgenehmigung bekomme. Das Zimmer ist in Ordnung, ein Doppelzimmer mit eigenem Bad, Kühlschrank und Klimaanlage. Meine Mitbewohnerin kommt aus Spanien und wirkt auf den ersten Eindruck hin nett wenn auch nicht besonders gesprächig.

Am nächsten Morgen begebe ich mich auf die Suche nach einem Geldautomaten. Die beiden Studentinnen die ich vor dem Wohnheim frage kennen auch nur die Bank bei der ich schon war, meinen aber das es in der Metrostation auch Geldautomaten gibt. Damit haben sie Recht und dieser nimmt auch meine Karte und gibt mir das benötigte Geld. Nun kann ich die restliche Miete zahlen und bekomme meine Aufenthaltsgenehmigung und eine Karte für die Waschmaschine.

Als nächstes frage ich die netten Studenten am Infostand wie man hier Wlan bekommt. Dafür braucht man offenbar seine Matrikelnr.  welche ich noch nicht habe also lasse ich mir den Weg zum College of civil enineering zeigen. Auf dem Weg dorthin komme ich an einem Sportfeld vorbei, an dem gerade eine Art Militärübung oder Probe für eine Art Parade stattfindet. Überhaupt laufen auf dem Campus extrem Viele in Militäruniform herum. Im College angekommen finde ich die für Austauschstudenten Zuständige die mich registriert und mir die Anmeldung für die Kurse erklärt. Anschließend schickt sie mich ins International Office um für irgendeine Versicherung zu zahlen. Dort bekomme ich lediglich ein Formular mit dem ich zum nächsten Gebäude weitergeschickt werde. Ich fang schon an mich wie bei Asterix und Obelix zu fühlen als ich schließlich den richtigen Raum finde. Dort sprechen sie kaum englisch ich werde aber die geforderten 300 yuan los und bekomme im Gegenzug die Versicherungskarte (für was auch immer) mit dem Hinweis auf die Internetseite und die Hotline wo man wohl auch englisch spricht. Da ich im College meine Matrikelnr. bekommen habe versuche ich erneut ins Wlan zu kommen. Das scheitert trotz erneuter Hilfe der netten Studenten vom Infostand sodass sie mich schließlich zum, für das Wlan zuständigen Büro begleiten. Dort angekommen erfahren wir das das Wlan nicht kostenlos ist das man aber für 49 yuan im Monat einen Zugangscode und eine chinesische SIM Karte (die aber angeblich nur mit chinesischen Handys funktioniert) bekommt. Leider sind diese für heute ausverkauft und ich muss morgen nochmal hingehen.  Zum Abendessen gehe ich in die Mensa direkt neben dem Wohnheim. Dort nehmen sie leider kein Bargeld weswegen ich einer chinesischen Studentin mein Bargeld gebe woraufhin sie für mich mit ihrer Karte bezahlt.  Mein Ziel für morgen ist es herauszufinden wie man so eine Mensakarte bekommt, die Studenten die ich bisher gefragt habe wussten es auch nicht.

Tag 3

Wegen dem Jetlag habe ich kaum geschlafen und so wache ich mehr schlecht als Recht auf. Meine Mitbewohnerin scheint sich etwas besser auszukennen und erklärt mir wie ich eine chinesische SIM Karte bekomme. Sie hat bereits einen Router und wir vereinbaren uns gemeinsam einen eigenen Internetanschluss zu holen und die Kosten zu teilen. Sie begleitet mich zum Handyshop wo ich meine SIM Karte bekomme für dich gerademal 100 yuan (ca. 13 €) für 4 Monate zahle inklusive 1GB Internet am Tag. Anschließend erkunden wir gemeinsam den Campus welcher sich als noch größer herausstellt als gedacht. Es gibt alle erdenglichen Arten von Läden, inklusive einem Uni-Souvenir Shop, mehrere Mensen, Sportplätzen, ein Schwimmbad, ein Krankenhaus und Colleges für diverse Fachrichtungen. Zum Mittag esse ich eine Art Wrap mit gebratenem Hühnchen und später machen wir uns auf dem Weg zum Wlan-Shop. Dieser (der gleiche bei dem ich bereits gestern war) ist vollkommen überlaufen und schließt in kürze weswegen wir beschließen es morgen erneut zu versuchen. Und so bin ich wieder im Starbucks um das hiesige Internet zu nutzen um euch von meinen ersten Eindrücken zu erzählen.

 

  

Bald geht es los

Montag, 21.08.2017

Nicht mehr lange und mein Abenteuer am anderen Ende der Welt fängt an. In kürze werde ich hier dann von meinen Erlebnissen berichten.